29. Sept. – 29. Dezember 2018
Robert Metzkes „In Gestalt gegossen – Bronze”

Bronze-Skulpturen von sechs Bildhauer*innen

Bettina Eichin, Minu Ghedina, Joachim Klar, Robert Metzkes, Ben Siegel, Konrad Winzer

Kurzvitas

Bettina Eichin, 1942 geboren in Bern, Kunstgewerbeschule Bern, Steinbildhauerlehre in Thun und Bern (1964 erste Steinmetzin in der Schweiz) arbeitet vorwiegend in Basel, lebt in Vogtsburg.

Minu Ghedina, 1959 in Östereich geboren, Schauspielstudium, Studium der Germanistik, Theaterengagements in Deutschland und Österreich, Studium der Bildhauerei an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, lebt und arbeitet in Innsbruck.

Joachim Klar, 1965 geboren im Münsterland, Steinbildhauerlehre, Studium der Zeichnung am Experimentellen Atelier Freiburg, Studium der Bildhauerei an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, lebt in Freiburg.

Robert Metzkes, 1954 geboren in Pirna als Sohn der Weberin Elrid Metzkes und des Malers Harald Metzkes, Studium der Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, seit 1977 freischaffend als Bildhauer in Berlin.

Ben Siegel, 1966 geboren in Stuttgart, Studium der Bildhauerei an der Universität für Angewandte Kunst in Wien bei Prof. Alfred Hrdlicka, lebt in Wien und Stuttgart.

Konrad Winzer, 1955 geboren in Lörrach, Lehre als Steinbildhauer in Rheinfelden, Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, Prof. Seemann / Prof. Hrdlicka, lebt in Kandern.

 Vernissage am Samstag, 29.09.2018

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Bettina Eichin, Helmut Fischer, Joachim Klar und Annegreet Langer-Zais (von links)

Auszug aus der Eröffnungsrede

„Willkommen in dieser Ausstellung mit Skulpturen aus Bronze! Was Sie hier sehen, ist hartes festes Metall. Diese Skulpturen sind jedoch innen hohl, wobei die Wandung nur ca. 3 bis 5 mm dick ist. Doch nur das Metall in flüssiger Form kann diesen filigranen Mantel in der Hülle ausfüllen. Ein glühender Vorhang flüssigen Metalls senkt sich in die Form. Einen Moment später ist es schon erstarrt.
Die Form hält die Hitze des 1000 Grad heißen Metalls für diesen kurzen spannenden Moment des Gießens aus.
Danach, ausgedient und von Rissen durchzogen, wird sie vom Gießer mit Hammer und Meißel vollends zerstört, um den metallenen Schatz zu Bergen. Inmitten vom Schutt der Form liegt dann das Stück Metall, ein rohes Gebilde vergittert von einem System aus Röhren. Kaum zu glauben, das dies ein Kunstwerk ist.

in gestalt gegossen guss

Die Bilder veranschaulichen auf eindrückliche Weise den entscheidenden Moment bei der Herstellung einer bronzenen Skulptur. Wenn das Fließen stockt, war alles umsonst. Die Hitze, die hier entsteht, hat nichts zu tun mit etwa kochendem Wasser auf der heimischen Herdplatte.
Beim einfüllen glühender flüssiger Bronze müssen sich die Arbeiter mit Anzügen schützen die aussehen wie bei einer Mondlandung. So stellen die Menschen seit etwa 6000 Jahren Gegenstände aus Bronze her.”

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